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Rolf Mantel
22.12.2011 - 16:57

Familienurlaub Tunesien Osterferien

Hallo,

inzwischen sollte Tunesien auch politisch wieder ein gutes Reiseland
sein. Kann jemand Tipps geben für eine Familie mit Kindern (2 und 6
Jahre), die noch nie in Afrika war?

Rolf Mantel


R.Kiefer.SPAM
22.12.2011 - 22:15
Hallo!

Rolf Mantel wrote:

inzwischen sollte Tunesien auch politisch wieder ein gutes Reiseland
sein.

Ist es.


Kann jemand Tipps geben für eine Familie mit Kindern (2 und 6
Jahre), die noch nie in Afrika war?

Du setzt die Familie ins Auto und nimmst die Fähre von Genua nach Tunis.
Die fährt rund 22 - 24 Stunden, d.h. nehmt eine 4er-Kabine. Auf der
Fähre erledigt ihr einen Großteil der Grenzformalitäten. Da die Fähre
typischerweise am Nachmittag bis frühen Abend ankommt, geht keine lange
Tagesetappe mehr, d.h. ihr fahrt z.B. nach Nabeul auf den allseits
bekannten Campingplatz oder z.B. nach Bizerte, wenn ihr eure Rundreise
im Norden beginnt, was ich empfehlen würde. Dort gibt's einige sehr
schöne Hotels an der Corniche sowie eine schöne, ursprüngliche Medina.
Als Halbtagesausflug kann man das afrikanische Nordkap, das Cap Blanc,
anschauen.

Was ihr euch unterwegs alles anschauen möchtet, plant vorher am Besten
mit dem Reisefährer von ReiseKnowHow. Eine Rundreise im
Gegenuhrzeigersinn ist empfehlenswert, denn im Westen des Landes entlang
der algerischen Grenze läßt sich sehr schön der Übergang vom
fruchtbaren, grünen, teils waldreichen Norden in die ariden Zonen
erleben. Unterwegs in Zentraltunesien lassen sich immer mal wieder
Ansammlungen alter Steine von Römern und anderen anschauen, teils sehr
eindrucksvoll.

Am nördlichen Rand der Salzseen gibt's die Bergoasen Chebika und
Tamerza. Interessant sind in dieser Gegend auch die "Ausgrabungsstätten"
der Filmkulissen vom ältesten Star-Wars-Film. Tozeur meidet man besser
wg. der vielen Touristen, die die Stadt ihrer Ursprünglichkeit beraubt
haben. Dort gibt's daher neben Wassermangel und einer sterbenden
Oasenlandschaft alle Versorgungsmöglichkeiten. Südwestlich davon über
dem Chott el Jerid liegt Douz, nicht ganz so touristisch verseucht wie
Touzeur, daher gut geeignet um ein paar Tage den Rand der großen
Sandwüste (Erg Oriental) zu erleben. Auf Asphalt kann man mittlerweile
nach Ksar Ghilane fahren. Beim ersten Tunesien-Urlaub ist das, gerade
mit Kindern, eine Pflichtverstaltung.

Auf Asphalt kann man weiter nach Osten in die Dahar-Berge, also nach
Tatouine, Matmata, usw. Das ist teils noch echte tunesische
Berberkultur, die der George Lucas teils genau dort für seinen Film
"geklaut" hat und uns als außerirdisch verkaufen wollte. Ein paar
Filmkulissen gibt's auch hier.

Auf dem Weg zurück in den Norden würde ich Djerba großräumig umfahren,
denn das ist rein touristisch und hat mehr mit Mallorca als mit Afrika
zu tun. Die Touristenghettos sind eingezäunt wie ein Zoo, die Zuschauer
stehen draußen. Dasselbe gilt für einige Küstenstädte, z.B. Monastir,
Sousse, Hammamet. Daher eher die Küstenstädte Gabes oder Sfax anschauen,
um den Maghreb zu erleben. Ein Abstecher nach Kairouan ist noch zu
empfehlen, wenn man die Heilige Stadt Tunesiens und ihre schönen
Moscheen anschauen möchte.

Das alles füllt eine 3wöchige Reise schon mal voll aus, eher mehr.

Viel Spaß beim Planen. Es gibt sehr viele Reiseberichte von
Tunesienreisenden mit jeglicher Art von Verkehrsmitteln im Web.

Gruß, Ralf


unknown (MSG-ID logged)
23.12.2011 - 04:47
Am 22.12.2011 22:15, schrieb Ralf Kiefer:

Kann jemand Tipps geben für eine Familie mit Kindern (2 und 6
Jahre), die noch nie in Afrika war?
Du setzt die Familie ins Auto und nimmst die Fähre von Genua nach Tunis.
Die fährt rund 22 - 24 Stunden

Und davor eine zwölfstündige Autofahrt nach Genua und danach eine
dreiwöchige Afrikarundreise - die 2- und 6-jährigen Kinder werden
begeistert sein und es Dir ein Leben lang danken! :-D

Gruß Klaus


--
http://reise-tv.tk/ - Reisefernsehsendungen der kommenden Woche


Schmadlak
23.12.2011 - 08:03
Klaus Müller <nospam@nospam.de> wrote:

Du setzt die Familie ins Auto und nimmst die Fähre von Genua nach Tunis.
Die fährt rund 22 - 24 Stunden
Und davor eine zwölfstündige Autofahrt nach Genua und danach eine
dreiwöchige Afrikarundreise - die 2- und 6-jährigen Kinder werden
begeistert sein und es Dir ein Leben lang danken! :-D

Also ich bin früher auch mit meinen Eltern im Auto bis nach Spanien
und Italien gefahren und habe den Urlaub geliebt.

Das heutige Angebot an Hotel incl. AI-Verpflegung und "Kids Club"
richtet sich IMHO eher an die überforderten Eltern als an die
Kinder.

--
Ned: "Sie hässlicher, hasserfüllter Mann!"
Moe: "Hey, ich bin vielleicht hässlich und hasserfüllt, aber ich
bin nicht, ähm..... Was haben sie noch als drittes gesagt...?"

Henning Weede
23.12.2011 - 09:55
Klaus Müller wrote:

Am 22.12.2011 22:15, schrieb Ralf Kiefer:

Kann jemand Tipps geben für eine Familie mit Kindern (2 und 6
Jahre), die noch nie in Afrika war?
Du setzt die Familie ins Auto und nimmst die Fähre von Genua nach Tunis.
Die fährt rund 22 - 24 Stunden

Und davor eine zwölfstündige Autofahrt nach Genua und danach eine
dreiwöchige Afrikarundreise - die 2- und 6-jährigen Kinder werden
begeistert sein und es Dir ein Leben lang danken! :-D

Es gibt Autozüge. Und die Kinder erleben so wenigstens etwas. Beispielsweise
hab ich mal in Genua einen halben Tag verbummelt, um die Fähre zu nehmen,
und mich am Hafen vor ein Lokal gesetzt und einen Kaffee bestellt. Über den
Tischen und Stühlen war eine Sonnenschutzplane aufgespannt, einfarbig und
hell, wo oben die Sonne drauf schien. Da kam eine Taube angeflattert und
fing an, oben auf der Plane hin- und herzuhühnern, kopfwackelnd, wie das
Tauben eben so tun. Man sah sie aber nicht, sondern nur ihren Schatten.
Und der sah aus wie ein hin- und herwaberndes kleines Gespenst. Da bekam der
Kellner Angst um die Sauberkeit seiner Plane, Tauben koten ja überall hin,
und fing an mit einem Besenstiel von unten auf das kleine Gespenst
einzuprügeln. Das Gespenst hatte es dann auf einmal sehr eilig.

Henning


--
Stellenausschreibungen gehoeren auch nach de.markt.arbeit.biete.
Stellengesuche gehoeren auch nach de.markt.arbeit.suche.
Am besten mit einem eigenen E-Mail-Account nur dafuer wegen UBE.
http://home.snafu.de/hweede/dma.htm


unknown (MSG-ID logged)
23.12.2011 - 12:13
Am 23.12.2011 08:03, schrieb Jürgen Schmadlak:

Also ich bin früher auch mit meinen Eltern im Auto bis nach Spanien
und Italien gefahren und habe den Urlaub geliebt.

Genau! - Auf die 22-24 stündige Fährüberfahrt und auf die dreiwöchige
Afrikarundreise verzichten. Kinder wollen Kühe und Wasserrutschen!

Das heutige Angebot an Hotel incl. AI-Verpflegung und "Kids Club"
richtet sich IMHO eher an die überforderten Eltern als an die
Kinder.

Bin mal gespannt ob der OP nicht so etwas meinte - so mit Flug und
Kleckermann und allem Drumunddran ... :-D

Gruß Klaus



--
http://reise-tv.tk/ - Reisefernsehsendungen der kommenden Woche

R.Kiefer.SPAM
23.12.2011 - 14:46
Klaus Müller wrote:

die 2- und 6-jährigen Kinder werden
begeistert sein und es Dir ein Leben lang danken! :-D

Erstens hat der OP damit angefangen, daß er nach Afrika will. Ich nahm
an, daß er dies als Kontrastprogramm zu Neckermann in Hurghada, Djerba,
Antalya oder Mallorca meinte.

Zweitens empfinden Kinder so was durchaus als anregend im Gegensatz zu
manch überforderten Eltern. Kannst Du Dir vorstellen, daß es Leute gibt,
die Kinder auch schon in einem Alter auf dem Motorrad nach Afrika
mitnehmen, wo sie auf einem geeigneten Platz mitfahren können? Kannst Du
Dir vorstellen, daß diese Kinder ungemein Spaß daran haben? Und kannst
Du Dir vorstellen, daß die ein Leben lang davon zehren?

Kleines Beispiel:
<schnipp>
Die Welt ist keine Gerade - Artur entdeckt Afrika

Der achtjährige Artur reist mit seinem Vater auf dem Motorrad durch
Afrika. Von Äthiopien, über Kenia, Uganda und Ruanda bis nach Tansania.
In den weiten Landschaften begegnet Artur zahlreichen wilden Tieren und
entdeckt die fremden Kulturen Afrikas. Schnell stellt er fest, dass
Völkerverständigung gar nicht so schwierig sein muss. Artur tobt mit
einheimischen Kindern, sitzt in Ugandas Schulen und macht sich in
Strohhütten Gedanken über den Wohnstil der Hama. Nebenbei lernt er, wie
Reis, Tee oder Sisal angebaut und verarbeitet wird. 7000 km auf dem
Motorrad, fernab der Heimat. Ein großes Abenteuer, nicht nur für Artur.
</schnipp>
siehe http://www.2radkamele.de/dvd-shop/

Artur ist in diesem Punkt kein Einzelfall. Es gibt noch weitere Eltern
und Väter, die ihrem Nachwuchs die Welt wirklich zeigen.

BTW ich empfahl für 2jährige Kinder das Auto.

Gruß, Ralf

Henning Weede
23.12.2011 - 19:59
Ralf Kiefer wrote:



Der achtjährige Artur reist mit seinem Vater auf dem Motorrad durch
Afrika. Von Äthiopien, über Kenia, Uganda und Ruanda bis nach Tansania.
In den weiten Landschaften begegnet Artur zahlreichen wilden Tieren und
entdeckt die fremden Kulturen Afrikas. Schnell stellt er fest, dass
Völkerverständigung gar nicht so schwierig sein muss. Artur tobt mit
einheimischen Kindern, sitzt in Ugandas Schulen und macht sich in
Strohhütten Gedanken über den Wohnstil der Hama. Nebenbei lernt er, wie
Reis, Tee oder Sisal angebaut und verarbeitet wird. 7000 km auf dem
Motorrad, fernab der Heimat. Ein großes Abenteuer, nicht nur für Artur.
</schnipp>
siehe http://www.2radkamele.de/dvd-shop/

Als Schiffbau-Ingenieur hätte ich da außerdem noch eine Einbaum-Werft
zu empfehlen, in Buzi (Mozambique) am Beirá-Fluss. Sehr beeindruckend.
Wenn man als Weißer da beiläufig gefragt wird, ob man Missionar sei
(ist mir passiert), ist das kein Grund nervös zu werden (man sei für den
Kochtopf eingeplant oder so), ich lebe noch.

BTW ich empfahl für 2jährige Kinder das Auto.

In Afrika wüsste ich als einzigen Grund für so eine Empfehlung nur die
Kraftstoff-Versorgung. In Mozambique gab es außerhalb der Städte nur Diesel.
Man kann aber auch ein Diesel-Motorrad nehmen (eine Sommer). Das ist keine
Frage des Alters. Ich hab sogar schon mal ein -0,5-jähriges Kind auf dem
Motorrad mitgenommen, in dem Alter ist es sogar legal, zu dritt zu fahren.

Henning


--
Stellenausschreibungen gehoeren auch nach de.markt.arbeit.biete.
Stellengesuche gehoeren auch nach de.markt.arbeit.suche.
Am besten mit einem eigenen E-Mail-Account nur dafuer wegen UBE.
http://home.snafu.de/hweede/dma.htm

Alfred Molon
23.12.2011 - 21:37
In article <1kcqghw.c8ly5h3fhfeqN%R.Kiefer.SPAM@gmx.de>, Ralf Kiefer0
says...
Erstens hat der OP damit angefangen, daß er nach Afrika will.0

Ich hätte Flieger + Mietwagen empfohlen. 30-40 Stunden Anreise sind doch=
0
etwas heftig.
--0

Alfred Molon
http://www.molon.de - Photos of Asia, Africa and Europe

R.Kiefer.SPAM
23.12.2011 - 22:22
Alfred Molon wrote:

Ich hätte Flieger + Mietwagen empfohlen. 30-40 Stunden Anreise sind doch
etwas heftig.

Deutsche Kinder im hier genannten Alter brauchen heutzutage unbedingt
geeignete Kindersitze, weil sie sonst direkt tot umfallen. Und jetzt
frag mal einen "Afrikaner", ob er Kindersitze für den Mietwagen hat.

Zur Veranschaulichung der Lösung afrikanischer Transportaufgaben
empfehle ich immer wieder gerne diese Beitragsfolge aus dem
Wüstenschiff-Forum:
http://www.wuestenschiff.de/phpbb/viewtopic.php?f&t6707


Gruß, Ralf

Schmadlak
23.12.2011 - 22:54
Ralf Kiefer <R.Kiefer.SPAM@gmx.de> wrote:

Deutsche Kinder im hier genannten Alter brauchen heutzutage unbedingt
geeignete Kindersitze, weil sie sonst direkt tot umfallen. Und jetzt
frag mal einen "Afrikaner", ob er Kindersitze für den Mietwagen hat.

Im Zweifelsfall hat der noch nicht mal Bildschirme in den
Kopfstützen der Vordersitze verbaut. Da muss dann gleich wieder die
Super Nanny anrücken.

--
Wir verurteilen Homer und Marge nicht, das überlassen wir lieber
dem Rachegott.

unknown (MSG-ID logged)
01.01.2012 - 11:18
Am 23.12.2011 08:03, schrieb Jürgen Schmadlak:

Das heutige Angebot an Hotel incl. AI-Verpflegung und "Kids Club"
richtet sich IMHO eher an die überforderten Eltern als an die
Kinder.

Da der OP sich, wohl aufgrund der guten Ratschläge wie
Mittelmeerkreuzfahrt und Afrikarundreise, nicht mehr gemeldet hat, gehe
ich mal davon aus, dass genau so etwas gemeint war. :-D

"Afrika" war wohl das auslösende Wort für solche Ratschläge. Mit
"Afrika" war hier aber wohl mehr der Strandabschnitt zwischen Hammamet
und Sousse gemeint. Nennt man branchenintern auch "Warmwassertourismus". ;-)

Wenn beim nächsten Mal nach Familienurlaub in der Lüneburger Heide
gefragt wird, dann würde ich erst einmal fragen, ob es vielleicht um den
Vogelpark Walsrode geht oder um eine einmonatige Europarundrundreise ...
Die Lüneburger Heide liegt ja auch in Europa.

In dem Sinne ein erfolgreiches 2012!

Gruß Klaus






--
http://reise-tv.tk/ - Reisefernsehsendungen der kommenden Woche

R.Kiefer.SPAM
01.01.2012 - 16:12
Klaus Müller wrote:

Da der OP sich, wohl aufgrund der guten Ratschläge wie
Mittelmeerkreuzfahrt und Afrikarundreise, nicht mehr gemeldet hat,

Halten wir fest: er hat sich nicht mehr gemeldet, aus welchen Gründen
auch immer.


"Afrika" war wohl das auslösende Wort für solche Ratschläge.

Der OP hat Afrika, konkretisiert auf Tunesien, ins Spiel gebracht. Ich
habe lediglich eine typische Tunesienreise beschrieben bzw. Vorschläge
dazu unterbreitet. Aber, wie Du schon festgestellt hast, hat sich der OP
gar nicht mehr gemeldet. Daher könnte ich davon ausgehen, daß ihm der
Vorschlag gefiel und er bereits in die Reiseplanungen vertieft ist.


Mit
"Afrika" war hier aber wohl mehr der Strandabschnitt zwischen Hammamet
und Sousse gemeint.

Eine vage Vermutung, die durch nichts unterstützt wird, zumal diese paar
Strand-km so repräsentativ für Afrika sind wie die Lüneburger Heide für
ganz Europa.

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist es so, daß sich tatsächlich
jemand findet, der mal vor 10 Jahren 2 Wochen in solch einem
Touristenkäfig verbrachte. Dagegen steht eine dreistellige Anzahl von
Reisen, wo die Leute ihr Mopped, 4*4 oder Wohnmobil von Genua/Marseille
nach Tunis transportierten und dann auf der von mir beschriebenen Weise
in diesem Land (ggf. auch nur zur Durchreise) unterwegs waren.


Wenn beim nächsten Mal nach Familienurlaub in der Lüneburger Heide
gefragt wird,

Anfragen kann man unkonkret genug lassen, um entweder gar keine oder
eine nicht erwünschte Diskussion zu entfachen. Vielleicht kommt ja mal
einer und fragt: "Ich möchte dieses Jahr Urlaub machen. Wer kann mir was
empfehlen?" "Ich könnte mir vorstellen, daß ich das in einem Kontinent
mache, der mit 'A' beginnt." Wieviele Diskussionsbeiträge werden
geschrieben, bis der Erste Tips für eine Antarktisreise gibt?


Gruß, Ralf

Oliver Schnell
01.01.2012 - 20:04
Am 01.01.2012 16:12, schrieb Ralf Kiefer:
Klaus Müller wrote:


Mit
"Afrika" war hier aber wohl mehr der Strandabschnitt zwischen Hammamet
und Sousse gemeint.

Eine vage Vermutung, die durch nichts unterstützt wird, zumal diese paar
Strand-km so repräsentativ für Afrika sind wie die Lüneburger Heide für
ganz Europa.

Die wird z.B. dadurch unterstützt, dass allein im Jahre 2010 rund 1,1
Mio. Passagiere auf Strecken zwischen deutschen und tunesischen
Flughäfen befördert wurden, davon ca. 80% nach Djerba und Monastir.

Jetzt nimm zu Tunesien noch den Verkehr nach Ägypten, wo es eine
vergleichbare Struktur gibt (75% Urlauber zum Roten Meer, weitere 5%
nach Luxor) und schon hast du zwei Drittel des Verkehrs zwischen
Deutschland und dem gesamten afrikanischen Kontinent abgedeckt.

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist es so, daß sich tatsächlich
jemand findet, der mal vor 10 Jahren 2 Wochen in solch einem
Touristenkäfig verbrachte. Dagegen steht eine dreistellige Anzahl von
Reisen, wo die Leute ihr Mopped, 4*4 oder Wohnmobil von Genua/Marseille
nach Tunis transportierten und dann auf der von mir beschriebenen Weise
in diesem Land (ggf. auch nur zur Durchreise) unterwegs waren.

Kann es sein, dass dein Freundes- und Bekanntenkreis da nicht ganz
repräsentativ ist?

Oliver Schnell

R.Kiefer.SPAM
01.01.2012 - 21:04
Oliver Schnell wrote:

Die wird z.B. dadurch unterstützt, dass allein im Jahre 2010 rund 1,1
Mio. Passagiere auf Strecken zwischen deutschen und tunesischen
Flughäfen befördert wurden, davon ca. 80% nach Djerba und Monastir.

Die Anzahl der Flughäfen, auf denen die großen Passagiermaschinen landen
können, ist in Tunesien eher überschaubar. AFAIK gibt's dann nur noch
einen mit nennenswertem Passagieraufkommen: Touzeur. Insofern wird der
gesamte Flugverkehr nach Tunesien egal vor welchem Hintergrund hier
abgewickelt.


Jetzt nimm zu Tunesien noch den Verkehr nach Ägypten, wo es eine
vergleichbare Struktur gibt (75% Urlauber zum Roten Meer, weitere 5%
nach Luxor) und schon hast du zwei Drittel des Verkehrs zwischen
Deutschland und dem gesamten afrikanischen Kontinent abgedeckt.

Sicher bei den Zahlen? Marokko und die Kanaren tragen noch deutlich zu
den Fluggastzahlen zu afrikanischen Zielen bei. Inwieweit die anderen
klassischen Ziele bedeutsam sind, wäre natürlich auch noch interessant,
also z.B. Kenia, Kapverden, Namibia/Republik Südafrika.


Kann es sein, dass dein Freundes- und Bekanntenkreis da nicht ganz
repräsentativ ist?

Ich kenne keinen anderen Freundes- und Bekanntenkreis, und für mich sind
die repräsentativ [1] :-) BTW da gab's auch schon welche, die mit dem
Flugzeug nach Djerba "nachgeflogen" kamen, weil der Partner aus
terminlichen Gründen mit dem Fahrzeug für die Libyenreise schon mal
vorgefahren war. D.h. die haben zum Fluggastaufkommen auf Djerba
beigetragen, sind dann tatsächlich direkt ins Nachbarland weitergereist,
ohne auch nur eine überflüssige Stunde auf Djerba zu verschwenden.
Andere lassen ihre Moppeds mit großem LKW in den Süden Tunesiens
transportieren und kommen ebenso per Flug nach Djerba, um von dort mit
ihren Moppeds zu starten. Und wiederum andere haben ihre Fahrräder nach
Djerba mitfliegen lassen, um von dort ihre Rundreise durch den Süden zu
starten. Für Djerba sprechen genau 2 Gründe: die Lage im Süden Tunesiens
und die meist recht preisgünstigen Flüge.

Gruß, Ralf

[1] Ich gebe Dir insoweit recht, daß es in diesem Kreis nur sehr wenige
gibt, die komplette Reisen buchen würden. Man organisiert natürlich
selbst. Für Tunesien bedeutet das, daß die Fähre im Vorfeld gebucht wird
und - bis vor rund 3 Jahren - ggf. die Bewilligung fürs Sperrgebiet
rechtzeitg vorher angefordert wurde, alles andere bei Bedarf vor Ort.



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