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defender
05.11.2011 - 16:46

Reisekonzern TUI: Vorbereitung auf eform (Drachme ahoi!)

Der Reisekonzern TUI will sich in Griechenland einem Medienbericht zufolge gegen eine mögliche Währungsumstellung von Euro auf Drachme absichern. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben des Konzerns an griechische Hoteliers berichtet, habe TUI die Hoteliers aufgefordert, einen neuen Vertrag vor dem Hintergrund einer möglichen Währungsumstellung zu unterschreiben.

In dem Schreiben heiße es laut "Bild-Zeitung": "Wenn der Euro nicht mehr die Währung sein sollte (...), ist TUI berechtigt, die Geldsumme in der neuen Währung zu bezahlen. Der Wechselkurs richtet sich nach dem von der Regierung vorgegebenen Wechselkurs."

Hintergrund ist die Befürchtung von zahlreichen Experten, dass Griechenland aus dem Euro-Raum aussteigen und die Drachme wieder einführen könnte. Ökonomen gehen allerdings davon aus, dass eine neue griechische Währung direkt nach der Einführung massiv an Wert verlieren könnte, TUI will sich gegen diesen Wertverlust deshalb absichern.

Ein Sprecher des Reisekonzerns bestätigte gegenüber der "Bild"-Zeitung den Vorgang. Sprecher Robin Zimmermann sagte der Zeitung: "Wir müssen uns gegen solche Währungsrisiken absichern. Es gibt eine mehr als theoretische Möglichkeit, dass Griechenland aus der Euro-Zone aussteigt."

Der griechische Hotelierverband reagierte empört auf die Forderung des Reisekonzerns. Der Präsident des griechischen Tourismusverbandes, Andreas Andreadis, sagte der "Bild"-Zeitung: "Mehrere griechische Hoteliers haben die Aufforderung von TUI bekommen, dieses Dokument zu unterschreiben. Kein Hotelier wird das machen und wir haben uns an das griechische Tourismus-Ministerium gewandt. TUI kann keine Hoteliers unter Druck setzen, so etwas zu unterschreiben."

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8813-tui-vorbereitung-auf-gr-waehrungsreform

unknown (MSG-ID logged)
07.11.2011 - 17:03
Am 05.11.2011 16:46, schrieb William Defender:
Hintergrund ist die Befürchtung von zahlreichen Experten, dass Griechenland aus dem Euro-Raum aussteigen und die Drachme wieder einführen könnte. Ökonomen gehen allerdings davon aus, dass eine neue griechische Währung direkt nach der Einführung massiv an Wert verlieren könnte, TUI will sich gegen diesen Wertverlust deshalb absichern.

Das ist so formuliert Unsinn: TUI braucht sich dagegen nicht absichern.
Vielmehr will TUI von dem Wertverlust _profitieren_.

Gruß Jens

hweede
09.11.2011 - 20:16
defender@powerriegel.com (William Defender) writes:

Der Reisekonzern TUI will sich in Griechenland einem Medienbericht zufolge
gegen eine mögliche Währungsumstellung von Euro auf Drachme absichern. Wie
die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben des Konzerns an
griechische Hoteliers berichtet, habe TUI die Hoteliers aufgefordert, einen
neuen Vertrag vor dem Hintergrund einer möglichen Währungsumstellung zu
unterschreiben. In dem Schreiben heiße es laut "Bild-Zeitung": "Wenn der Euro
nicht mehr die Währung sein sollte (...), ist TUI berechtigt, die Geldsumme
in der neuen Währung zu bezahlen. Der Wechselkurs richtet sich nach dem von
der Regierung vorgegebenen Wechselkurs." Hintergrund ist die Befürchtung von
zahlreichen Experten, dass Griechenland aus dem Euro-Raum aussteigen und die
Drachme wieder einführen könnte. Ökonomen gehen allerdings davon aus, dass
eine neue griechische Währung direkt nach der Einführung massiv an Wert
verlieren könnte, TUI will sich gegen diesen Wertverlust deshalb absichern.
Ein Sprecher des Reisekonzerns bestätigte gegenüber der "Bild"-Zeitung den
Vorgang. Sprecher Robin Zimmermann sagte der Zeitung: "Wir müssen uns gegen
solche Währungsrisiken absichern. Es gibt eine mehr als theoretische
Möglichkeit, dass Griechenland aus der Euro-Zone aussteigt."
http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8813-tui-vorbereitung-auf-gr-waehrungsreform

... und auch angeblich im Interesse der Urlauber sei dies, meint TUI.

Na und? Wer oder was ist TUI? Kann man das essen? Um sich vor Ort auf Kreta,
Rhodos, Lesbos, Santorin, Korfu oder in Chalkidiki ein hübsches gemütliches Hotel
auszusuchen ist ein Veranstalter genauso überflüssig wie ein Zuhälter. Die
Konsequenzen aus der Ignoranz, dass ein griechischer Euro-Austritt ohne
EU-Austritt rechtlich sowieso nicht möglich ist, entspricht auch nicht den
Interessen der Urlauber, sondern wenn überhaupt den Interessen der
all-inclusive-TUI-Klientel, was nicht dasselbe ist, und wenn die sich auf ihre
Hauptghettos beschränkt und Griechenland fernbleibt soll es mir recht sein.

Henning
--
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