Delete / Löschen
Markus Fuenfrocken
19.04.2011 - 11:07

Ceranfeld und Stahltöpfe?

Hallo,

wir haben einen Allerweltsherd mit 4 Ceranfeldern. Letztens kauften wir
ein Edelstahl-Topfset, bei dem explizit angegeben war: "für alle
Herdarten geeignet".

Schon beim ersten Betrieb (Nudeln kochen) ist mir aufgefallen, dass es
unheimlich lange gedauert hat bis das Wasser gekocht hat, trotz höchster
Stufe der Platte. Nach näherer Untersuchung ist es so, dass alle
Heizspiralen zunächst angehen, die inneren Heizspiralen aber nach kurzer
zeit komplett ausgehen, und nur der äußerste Ring heizt - klar dass das
dann ewig dauert. Bei einem zum Vergleich rangezogenen billigen
Eisentopf gabs keine Probleme.

Vermutung: der Stahlboden reflektiert die Hitze so stark zurück dass
eine Überhitzung entsteht(?) und die Platte als Schutzmaßnahme die
Heizelemente abschaltet, bis die Hitze einen Schwellwert wieder
unterschritten hat.

Was also tun? Ist damit die zugesicherte Eigenschaft "für ALLE Herdarten
geeignet" nicht negiert oder ist das die "schuld" des Herds?

Danke für Meinungen und/oder Tipps,
Markus


Steffen H1
19.04.2011 - 11:20
Am 19.04.2011 11:07, schrieb Markus Fuenfrocken:
Hallo,

wir haben einen Allerweltsherd mit 4 Ceranfeldern. Letztens kauften wir
ein Edelstahl-Topfset, bei dem explizit angegeben war: "für alle
Herdarten geeignet".

Schon beim ersten Betrieb (Nudeln kochen) ist mir aufgefallen, dass es
unheimlich lange gedauert hat bis das Wasser gekocht hat, trotz höchster
Stufe der Platte.


liegt wohl daran das gute Töpfe eine schwerren, also Massereichen Boden
haben. Das dauert bist der heiß wird, hält aber andererseits die
tempratur auch lange.

Das Teile oder das gesamte Ceranfeld Anschaltet ist normal. es daert
halt bis der Topfboden durchgewärmt ist, von unten nach oben


Grüße aus der Eifel
Steffen

Detlef Wirsing
19.04.2011 - 13:16
Steffen H1 schrieb:

[...]
liegt wohl daran das gute Töpfe eine schwerren, also Massereichen Boden
haben. Das dauert bist der heiß wird, hält aber andererseits die
tempratur auch lange.
[...]

Das halte ich schlicht für falsch. Wichtig ist die Wärmeleitfähigkeit,
nicht die Dicke des Bodens. Bei meinen Edelstahltöpfen von Spring z.B.
ist der Boden so dick wie die Seitenwände, und die sind dünn. Trotzdem
kann ich auf meinem Induktionsfeld damit in der Powerstufe Wasser
kochen. Und das ballert garantiert mehr als ein normales Ceranfeld.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing


Steffen H1
19.04.2011 - 15:47
Am 19.04.2011 13:16, schrieb Detlef Wirsing:
Steffen H1 schrieb:

[...]
liegt wohl daran das gute Töpfe eine schwerren, also Massereichen Boden
haben. Das dauert bist der heiß wird, hält aber andererseits die
tempratur auch lange.
[...]

Das halte ich schlicht für falsch. Wichtig ist die Wärmeleitfähigkeit,
nicht die Dicke des Bodens. Bei meinen Edelstahltöpfen von Spring z.B.
ist der Boden so dick wie die Seitenwände, und die sind dünn. Trotzdem
kann ich auf meinem Induktionsfeld damit in der Powerstufe Wasser
kochen. Und das ballert garantiert mehr als ein normales Ceranfeld.

ja, Leitfähigkeit kommt noch hinzu trotzdem spielt die Dicke mit. Sehr
kute Pötte haben einen sandwitchboden mit ne Kupferschicht innen drin.

Induktionsfelder arbeiten ganz anders als Ceranfelder im herkömmlichen
Sinne.


Grüße aus der Eifel
Steffen

Bodo Mysliwietz
19.04.2011 - 19:24
Am 19.04.2011 15:47, schrieb Steffen H1:
Am 19.04.2011 13:16, schrieb Detlef Wirsing:
Steffen H1 schrieb:

[...]
liegt wohl daran das gute Töpfe eine schwerren, also Massereichen Boden
haben. Das dauert bist der heiß wird, hält aber andererseits die
tempratur auch lange.
[...]

Das halte ich schlicht für falsch. Wichtig ist die Wärmeleitfähigkeit,
nicht die Dicke des Bodens. Bei meinen Edelstahltöpfen von Spring z.B.
ist der Boden so dick wie die Seitenwände, und die sind dünn. Trotzdem
kann ich auf meinem Induktionsfeld damit in der Powerstufe Wasser
kochen. Und das ballert garantiert mehr als ein normales Ceranfeld.

ja, Leitfähigkeit kommt noch hinzu trotzdem spielt die Dicke mit. Sehr
kute Pötte haben einen sandwitchboden mit ne Kupferschicht innen drin.

Induktionsfelder arbeiten ganz anders als Ceranfelder im herkömmlichen
Sinne.

und deswegen bin ich der Meinung das Ihr beide falsch liegt. Bei
Ceranfeldern ist es besonders wichtig das der Topfboden möglich eben
(ganzflächig) auf der Oberfläche aufliegt. Im bestenfall sind die Töpfe
saugend. Jede Unebenheit (Luftsplat) reduziert den Wärmeübergang drastisch.

Auf einem Ceranfeld müssen die Töpfe zumindest wackelfrei stehen. Die
dicke des Bodens halte ich eher für zweitranging. Das ist relevant wenn
ich breitflächig eine möglichst gleichmässige Wärmeverteilung brauche.
Also die leckeren Schnitzel überall braun und nicht schwarzweiß werden
sollen.

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/


Detlef Wirsing
19.04.2011 - 20:08
Bodo Mysliwietz schrieb:

[...]
Auf einem Ceranfeld müssen die Töpfe zumindest wackelfrei stehen.
[...]

Nicht auf meinem Ceranfeld. Bei Induktion ist es nicht so wichtig, daß
der Boden genau plan ist. Da hat man eher Probleme mit
nichtmagenetischen Töpfen. ;-)

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing

Steffen H1
19.04.2011 - 20:18
Am 19.04.2011 19:24, schrieb Bodo Mysliwietz:

und deswegen bin ich der Meinung das Ihr beide falsch liegt. Bei
Ceranfeldern ist es besonders wichtig das der Topfboden möglich eben
(ganzflächig) auf der Oberfläche aufliegt. Im bestenfall sind die Töpfe
saugend. Jede Unebenheit (Luftsplat) reduziert den Wärmeübergang drastisch.

Auf einem Ceranfeld müssen die Töpfe zumindest wackelfrei stehen. Die
dicke des Bodens halte ich eher für zweitranging. Das ist relevant wenn
ich breitflächig eine möglichst gleichmässige Wärmeverteilung brauche.
Also die leckeren Schnitzel überall braun und nicht schwarzweiß werden
sollen.


Ceranfeld sagt im Grunde nichts über die Heizart aus (deswegen schrieb
ich im Herkönnlichen Sinne)
Unter dem Ceranfeld kann also auch die In duktionsquelle liegen.
DU hast natürlich recht, das wackelige Pötte schlecht sind.

dicke Böden "verbrauchen" halt mehr Energie als dünne, dauert halt länger...

Grüße aus der Eifel
Steffen


Bodo Mysliwietz
19.04.2011 - 20:25
Am 19.04.2011 20:18, schrieb Steffen H1:
Am 19.04.2011 19:24, schrieb Bodo Mysliwietz:

Ceranfeld sagt im Grunde nichts über die Heizart aus (deswegen schrieb
ich im Herkönnlichen Sinne)
Unter dem Ceranfeld kann also auch die In duktionsquelle liegen.

Du hast mich erwischt.....

DU hast natürlich recht, das wackelige Pötte schlecht sind.

.....und damit bezog ich mich natürlich auf die weit verbreiteten
Heizspiraltypen ;-)


dicke Böden "verbrauchen" halt mehr Energie als dünne, dauert halt
länger...

Ist aber eher marginal. Die Wärmekapazität des Wasser IM topf ist eine
ganz andere Hausnummer.

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Steffen H1
19.04.2011 - 20:29
Am 19.04.2011 20:25, schrieb Bodo Mysliwietz:

Ist aber eher marginal. Die Wärmekapazität des Wasser IM topf ist eine
ganz andere Hausnummer.

egal ob dicker oder dünner Boden, am schnellsten kocht das Wasser wenn
du mal kurz die Küche verläßt!


Grüße aus der Eifel
Steffen


Detlef Wirsing
19.04.2011 - 20:51
Steffen H1 schrieb:

[...]
egal ob dicker oder dünner Boden, am schnellsten kocht das Wasser wenn
du mal kurz die Küche verläßt!

Ist mir heute mit Hühnerbrühe passiert. Ich stand daneben, habe aber
ausnahmsweise nicht auf die Geräusche geachtet. Wenn die ersten Blasen
hochsteigen, prasselt es ja deutlich hörbar. Wenn es danach still
wird, ist es bald soweit. Bis ich den ersten Schreck überwunden hatte,
hatte sich schon ein Viertelliter über das Kochfeld verteilt. Wie
gesagt: Powerstufe bei Induktion ballert ganz ordentlich.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing

Ludger Averborg
19.04.2011 - 21:09
On Tue, 19 Apr 2011 20:25:56 +0200, Bodo Mysliwietz
<druidefix_yz010@gmx.de> wrote:

Am 19.04.2011 20:18, schrieb Steffen H1:
Am 19.04.2011 19:24, schrieb Bodo Mysliwietz:

Ceranfeld sagt im Grunde nichts über die Heizart aus (deswegen schrieb
ich im Herkönnlichen Sinne)
Unter dem Ceranfeld kann also auch die In duktionsquelle liegen.

Du hast mich erwischt.....

DU hast natürlich recht, das wackelige Pötte schlecht sind.

.....und damit bezog ich mich natürlich auf die weit verbreiteten
Heizspiraltypen ;-)

Siemens z. B. differenziert zwischen "Induktion" und "Strahlung"

...was ja zum Thema eventuell auch weiterführt: Strahlung kann von
unterschiedlichen Topfunterseiten natürlich auch unterschiedlich
absorbiert/reflektiert werden.
Und: wenn die Hauptwärmequelle Strahlung ist, dann ist der direkte
Kontakt zur Oberfläche der heiߟen Glaskeramik für bessere Wärmeleitung
weniger bedeutsam.

Wikip. schreibt dazu:
"Der gröߟte Teil der Wärmeübertragung geschieht bei
Glaskeramik-Kochfeldern daher durch Wärmestrahlung anstelle von
Wärmeleitung (wie bei Stahl- oder Eisen-Herdplatten). Die
Wärmeleitfähigkeit ist mit 1,46 W/(m·K) sehr gering, was dazu führt,
dass der Bereich neben der Kochstelle kalt bleibt."

ߜber Heiztechniken für Ceranfelder informiert
http://www.schott.com/hometech/german/products/ceran/applications/cooking_appliances/technology.html

l.
l.

jms
19.04.2011 - 23:11
Das halte ich schlicht für falsch. Wichtig ist die Wärmeleitfähigkeit,
nicht die Dicke des Bodens. Bei meinen Edelstahltöpfen von Spring z.B.
ist der Boden so dick wie die Seitenwände, und die sind dünn. Trotzdem
kann ich auf meinem Induktionsfeld damit in der Powerstufe Wasser
kochen. Und das ballert garantiert mehr als ein normales Ceranfeld.

Ceran ist doch der name des glases?
Ich hab z.b. ein ceranfeld, das heizt mit halogen. Geht auch flott.

JMS



Ähnliche Themen

stahltüre_kürzen?
05.03.2010 - 17:21 - Posts: 12

V: Ceranfeld
18.07.2009 - 17:53 - Posts: 1

defektes Ceranfeld
15.04.2012 - 00:29 - Posts: 0

V: E-Herd mit Ceranfeld
06.06.2010 - 12:03 - Posts: 1

V: Ceranfeld und Umluftherd
15.06.2008 - 21:31 - Posts: 2

Flecken Ceranfeld
01.07.2009 - 12:42 - Posts: 9

V: Herd mit Ceranfeld
18.01.2009 - 15:37 - Posts: 1

More

Share/Bookmark

<