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Gisela Rohrbach
10.04.2011 - 16:43

Energiesparlampe zerbrochen ...

Hallo,

gestern früh ist mir eine Klemmlampe am Bücherregal (Arbeitszimmer)
runtergefallen, zerbrochen, brannte weiter. Ich habe sie ausgestellt und
heute das Regal abgerückt, um die Scherben zu entfernen. Zu meinem
Schrecken war es eine kleine Energiesparlampe ... (wusste ich nicht
mehr, die brennt dort schon ewig).

Die "Horror-Anweisungen" mit Sondermüll und Lüften und Handschuhe
anziehen usw. sind mir bekannt.
Das Problem bei allem: Direkt daneben steht ein stark frequentierter
Katzenkorb, in dem sich eine unserer Katzen überwiegend (auch nachts)
aufhält, also ca. 36 Stunden jetzt. Und ich selbst verbrachte auch
einige Stunden in dem ungelüfteten Zimmer ...

Akute Quecksilbervergiftungs-Symptome (Google ...) sind weder bei den
Katzen noch bei mir vorhanden. Aber was kann man ggf. vorsorglich
unternehmen?
Muss ich alle Gegenstände der Umgebung (Katzenkorb) entsorgen?

Für Tipps wäre ich dankbar ...
Gisela

Dieter Wiedmann
10.04.2011 - 16:59
Gisela Rohrbach schrieb:

Akute Quecksilbervergiftungs-Symptome (Google ...) sind weder bei den
Katzen noch bei mir vorhanden. Aber was kann man ggf. vorsorglich
unternehmen?

Lüften, und ggf Diazepam nehmen.


Muss ich alle Gegenstände der Umgebung (Katzenkorb) entsorgen?

Nein.


Gruß Dieter

Gisela Rohrbach
10.04.2011 - 17:06
Am 10.04.11 16:59, schrieb Dieter Wiedmann:

Akute Quecksilbervergiftungs-Symptome (Google ...) sind weder bei den
Katzen noch bei mir vorhanden. Aber was kann man ggf. vorsorglich
unternehmen?

Lüften,

Done.

und ggf Diazepam nehmen.

SO schlimm isses (nach dem ersten Schrecken) nun auch wieder nicht ;-)

Muss ich alle Gegenstünde der Umgebung (Katzenkorb) entsorgen?

Nein.

Nein? Das ist schon mal gut.

Danke für die Info
Gisela



" Dietrich"
10.04.2011 - 17:50
Gisela Rohrbach <Gisela.Rohrbach@t-online.de> wrote:

gestern früh ist mir eine Klemmlampe am Bücherregal (Arbeitszimmer)
runtergefallen, zerbrochen, brannte weiter. Ich habe sie ausgestellt und
heute das Regal abgerückt, um die Scherben zu entfernen. Zu meinem
Schrecken war es eine kleine Energiesparlampe

Nachdem die Lampe nach dem Sturz noch weiterbrannte (= leuchtete), ist
also nur die äußere Hülle zu Bruch gegangen. Das Gasentladungsrohr, also
die eigentliche Leuchtstoffröhre, ist somit nicht beschädigt, zumindest
nicht in einem Ausmaß, dass in absehbarer Zeit irgendetwas austreten
würde. Denn wenn das Rohr maßgeblich beschädigt wäre, würde das Teil --
prinzipbedingt -- nicht mehr leuchten.


Die "Horror-Anweisungen" mit Sondermüll und Lüften und Handschuhe
anziehen usw. sind mir bekannt.

Solche Anweisungen beziehen sich nur auf den Fall, dass das
Gasentladungsrohr beschädigt ist. Denn an dessen Innenseite befinden
sich die teilweise gesundheitsschädlichen Leuchtstoffe und in seinem
Inneren befindet sich eventuell vorhandenes Quecksilber.


Das Problem bei allem: Direkt daneben steht ein stark frequentierter
Katzenkorb, in dem sich eine unserer Katzen überwiegend (auch nachts)
aufhält, also ca. 36 Stunden jetzt. Und ich selbst verbrachte auch
einige Stunden in dem ungelüfteten Zimmer ...

Akute Quecksilbervergiftungs-Symptome (Google ...) sind weder bei den
Katzen noch bei mir vorhanden. Aber was kann man ggf. vorsorglich
unternehmen?
Muss ich alle Gegenstände der Umgebung (Katzenkorb) entsorgen?

Da nicht die Leuchtstoffröhre, sondern nur das Glas der äußeren Hülle
zerbrochen ist, ist nicht anzunehmen, dass Schadstoffe ausgetreten sind.
Daher sind auch keine Vorsichtsmaßnahmen bezüglich Schadstoffen zu
ergreifen.

Trotzdem sollte natürlich die Verletzungsgefahr aufgrund der Scherben
nicht außer Acht gelassen werden.



Grüße,

Günther

Gisela Rohrbach
10.04.2011 - 17:57
Am 10.04.11 17:50, schrieb Günther Dietrich:

Nachdem die Lampe nach dem Sturz noch weiterbrannte (= leuchtete), ist
also nur die äußere Hülle zu Bruch gegangen. Das Gasentladungsrohr, also
die eigentliche Leuchtstoffröhre, ist somit nicht beschädigt, zumindest
nicht in einem Ausmaß, dass in absehbarer Zeit irgendetwas austreten
würde. Denn wenn das Rohr maßgeblich beschädigt wäre, würde das Teil --
...
Da nicht die Leuchtstoffröhre, sondern nur das Glas der äußeren Hülle
zerbrochen ist, ist nicht anzunehmen, dass Schadstoffe ausgetreten sind.
Daher sind auch keine Vorsichtsmaßnahmen bezüglich Schadstoffen zu
ergreifen.


Danke für die ausführlichen Infos!
Das leuchtet mir ein und beruhigt mich wirklich sehr.
Bin ich froh ... ;-)

Herzlichen Dank + Grüße
Gisela


Ludwig
10.04.2011 - 19:49
Gisela Rohrbach wrote:

Das leuchtet mir ein und beruhigt mich wirklich sehr.
Bin ich froh ... ;-)

Es ist ja richtig, das wenige Quecksilber wieder zu entfernen (wenn es
überhaupt ausgetreten ist). Panik ist aber gänzlich unangebracht. Das
Problem wird aufgebauscht, dass die Lampen in Kinderzimmern nicht
verwendet werden sollen, gehört zur Panikmache. Die Quecksilbermenge in
der Lampe ist ein winziger Bruchteil dessen, was in
Quecksilberthermometern war.

Quecksilber kann allerdings jahrelange irgendwo hinter Schränken liegen,
verdunstet extrem langsam und belastet die Luft. Wenn irgendwo eine reale
Quecksilberbelastung besteht, stammt sie wahrscheinlich von einem vor 20
Jahren zerbrochenen Fieberthermometer und nicht von der kürzlich
zerbrochenen Lampe!

http://userpage.chemie.fu-berlin.de/~tlehmann/sonderab/quecksilber-zu-hause.html
--
Gruߟ Ludwig
http://info.kopp-verlag.de/video.html

Gisela Rohrbach
10.04.2011 - 20:09
Am 10.04.11 19:49, schrieb Ludwig ß:

Es ist ja richtig, das wenige Quecksilber wieder zu entfernen (wenn es
überhaupt ausgetreten ist). Panik ist aber gänzlich unangebracht. Das
Problem wird aufgebauscht, dass die Lampen in Kinderzimmern nicht
verwendet werden sollen, gehört zur Panikmache.

Das kommt mir auch so vor! Meine Google-Ergebnisse (Bundesumweltamt &
Co.) lesen sich wie echte Horror-Szenarien.
Unverständlich – eigentlich sollen die Dinger doch den Verbrauchern
untergejubelt werden ...

Quecksilber kann allerdings jahrelange irgendwo hinter Schränken liegen,
verdunstet extrem langsam und belastet die Luft. Wenn irgendwo eine reale
Quecksilberbelastung besteht, stammt sie wahrscheinlich von einem vor 20
Jahren zerbrochenen Fieberthermometer und nicht von der kürzlich
zerbrochenen Lampe!

;-)

http://userpage.chemie.fu-berlin.de/~tlehmann/sonderab/quecksilber-zu-hause.html

Guter Link, danke!

Grüße
Gisela


Dieter Wiedmann
10.04.2011 - 20:19
Ludwig Körner schrieb:

Die Quecksilbermenge in
der Lampe ist ein winziger Bruchteil dessen, was in
Quecksilberthermometern war.

So ist es. Die Fieberthermometer enthielten etwa 1g Quecksilber, eine
übliche 15W ESL etwa 1,5mg.


Gruß Dieter

Harry Hirsch
11.04.2011 - 18:41
Am 10.04.2011 19:49, schrieb Ludwig Körner:
Gisela Rohrbach wrote:

Das leuchtet mir ein und beruhigt mich wirklich sehr.
Bin ich froh ... ;-)

Es ist ja richtig, das wenige Quecksilber wieder zu entfernen (wenn es
überhaupt ausgetreten ist). Panik ist aber gänzlich unangebracht. Das
Problem wird aufgebauscht, dass die Lampen in Kinderzimmern nicht
verwendet werden sollen, gehört zur Panikmache. Die Quecksilbermenge in
der Lampe ist ein winziger Bruchteil dessen, was in
Quecksilberthermometern war.

Quecksilber kann allerdings jahrelange irgendwo hinter Schränken liegen,
verdunstet extrem langsam und belastet die Luft. Wenn irgendwo eine reale
Quecksilberbelastung besteht, stammt sie wahrscheinlich von einem vor 20
Jahren zerbrochenen Fieberthermometer und nicht von der kürzlich
zerbrochenen Lampe!

Vor allem nicht vergessen, wie viel Quecksilber Menschen mit
Amalgam-Füllungen in den Zähnen aufnehmen.

Hartmut Schiszler
11.04.2011 - 20:38
Harry Hirsch schrieb:
Am 10.04.2011 19:49, schrieb Ludwig Körner:
Gisela Rohrbach wrote:

Das leuchtet mir ein und beruhigt mich wirklich sehr.
Bin ich froh ... ;-)
Es ist ja richtig, das wenige Quecksilber wieder zu entfernen (wenn es
überhaupt ausgetreten ist). Panik ist aber gänzlich unangebracht. Das
Problem wird aufgebauscht, dass die Lampen in Kinderzimmern nicht
verwendet werden sollen, gehört zur Panikmache. Die Quecksilbermenge in
der Lampe ist ein winziger Bruchteil dessen, was in
Quecksilberthermometern war.

Quecksilber kann allerdings jahrelange irgendwo hinter Schränken liegen,
verdunstet extrem langsam und belastet die Luft. Wenn irgendwo eine reale
Quecksilberbelastung besteht, stammt sie wahrscheinlich von einem vor 20
Jahren zerbrochenen Fieberthermometer und nicht von der kürzlich
zerbrochenen Lampe!

Vor allem nicht vergessen, wie viel Quecksilber Menschen mit
Amalgam-Füllungen in den Zähnen aufnehmen.

Als ich das erste Mal im Krankenhaus, damals im Unterkurs, einen
Fieberthermometer zerbrach, ja so einen mit den lustigen silbernen
Kügelchen, da wollte ich direkt ne Stunde frei haben um beim Notar mein
Testament zu machen! Und das wurde mir verweigert!

Hardy
--
Outlook Express ein newsreader.
Das kommt Dir nur so vor.
(Malte Tanner und Ulf Neumann in drm)

Markus Baumeister
11.04.2011 - 22:44
Hartmut Schiszler schrieb am Mon, 11 Apr 2011 20:38:46 +0200

Als ich das erste Mal im Krankenhaus, damals im Unterkurs, einen
Fieberthermometer zerbrach, ja so einen mit den lustigen silbernen
Kügelchen, da wollte ich direkt ne Stunde frei haben um beim Notar mein
Testament zu machen! Und das wurde mir verweigert!

Vielleicht hätten sie dir ja eine Berichte beim Priester erlaubt:-)
Musstest du nicht die Kügelchen alle wieder einsammeln und bei der
Oberin abgeben?
--
mfg markus
Die E-Mail Adresse ist gültig,wird aber nicht gelesen.
Sollte ausnahmsweise eine Antwort per E-Mail nötig sein:
vornamename@gmx.de


Bodo Mysliwietz
11.04.2011 - 23:05
Am 11.04.2011 20:38, schrieb Hartmut Schiszler:

Vor allem nicht vergessen, wie viel Quecksilber Menschen mit
Amalgam-Füllungen in den Zähnen aufnehmen.

Als ich das erste Mal im Krankenhaus, damals im Unterkurs, einen
Fieberthermometer zerbrach, ja so einen mit den lustigen silbernen
Kügelchen, da wollte ich direkt ne Stunde frei haben um beim Notar mein
Testament zu machen!

Vielleicht war es ja quecksilberfrei.

Und das wurde mir verweigert!

Das ist Schiksal. Aber vielleicht hast Du es schon nachgeholt?

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

"Werner P. Schulz"
11.04.2011 - 23:54
Am 2011-04-11 schrieb Bodo Mysliwietz:
Am 11.04.2011 20:38, schrieb Hartmut Schiszler:

Als ich das erste Mal im Krankenhaus, damals im Unterkurs, einen
Fieberthermometer zerbrach, ja so einen mit den lustigen silbernen
Kügelchen, ..

Vielleicht war es ja quecksilberfrei.


... ich versteh den Sinn deiner Bemerkung nicht. Hartmut spricht doch
ausdrücklich von "silbernen Kügelchen" und das bedeutet *Quecksilber*.

--
Gruss Werner * http://www.wp-schulz.de/rettung.html
Eigene Rescue-CD mit Knoppix (Knoppix V6.4.4 remaster)
mail nur an => nospam0601 at wp-schulz.de

Harry Hirsch
12.04.2011 - 07:14
Am 11.04.2011 20:38, schrieb Hartmut Schiszler:

Quecksilber kann allerdings jahrelange irgendwo hinter Schränken liegen,
verdunstet extrem langsam und belastet die Luft. Wenn irgendwo eine reale
Quecksilberbelastung besteht, stammt sie wahrscheinlich von einem vor 20
Jahren zerbrochenen Fieberthermometer und nicht von der kürzlich
zerbrochenen Lampe!

Vor allem nicht vergessen, wie viel Quecksilber Menschen mit
Amalgam-Füllungen in den Zähnen aufnehmen.

Als ich das erste Mal im Krankenhaus, damals im Unterkurs, einen
Fieberthermometer zerbrach, ja so einen mit den lustigen silbernen
Kügelchen, da wollte ich direkt ne Stunde frei haben um beim Notar mein
Testament zu machen! Und das wurde mir verweigert!

Ich kann mich noch an einen Tag in der Schule erinnern. Im Physik- oder
Chemieunterricht ging es um Aggregatzustände und da wurde neben dem
Wood'schen Metall und Natrium auch Quecksilber vorgeführt. Es wurde ein
Laborglas mit Quecksilber herumgereicht (vielleicht etwa 200ml) und
jeder der wollte, sollte mal einen Finger reinstecken - von wegen
flüssiges Metall usw. Irgendwie hatte man die Gefährlichkeit von
Quecksilber noch nicht so hoch eingeschätzt wie man es heute tut.
Saatgut wurde z.B. auch mit Quecksilber gebeizt und ein anderes
Schwermetall, Blei, wurde auch massenhaft verarbeitet. (Bleimenninge)

Dieter Wiedmann
12.04.2011 - 13:28
Werner P. Schulz schrieb:
Am 2011-04-11 schrieb Bodo Mysliwietz:
Am 11.04.2011 20:38, schrieb Hartmut Schiszler:
Als ich das erste Mal im Krankenhaus, damals im Unterkurs, einen
Fieberthermometer zerbrach, ja so einen mit den lustigen silbernen
Kügelchen, ..
Vielleicht war es ja quecksilberfrei.


... ich versteh den Sinn deiner Bemerkung nicht. Hartmut spricht doch
ausdrücklich von "silbernen Kügelchen" und das bedeutet *Quecksilber*.

Galinstan?


Gruß Dieter



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